Türkei: Archäologische Ausgrabungen und Studien im Mittelmeer

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Präzisionsarbeit unter Wasser
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In diesen Tagen beginnen im Mittelmeer gleich vier archäologische Unterwasserausgrabungen sowie drei Unterwasserforschungsstudien entlang der türkischen Küsten. Die Unterwasserausgrabung in Bozburun, Mugla, steht unter der Schirmherrschaft des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Mit dem Beginn der Corona-Lockerungen ab dem 1. Juni nehmen auch rund 400 archäologische Ausgrabungsteams im ganzen Land wieder ihre Arbeit auf. Und das nicht nur an Land, sondern in diesem Jahr auch unter Wasser.

Ausgrabungen in Bozburun

Im August und September sollen in den Gewässern vor dem Distrikt Bozburun in der Provinz Mugla Ausgrabungen unter der Schirmherrschaft des Präsidenten stattfinden. Dafür wird auch das Piri Reis Forschungsschiff des Instituts für Meereswissenschaften- und Technologie der Dokuz Eylül Universität in Izmir vor Ort sein. Doz. Dr. Harun Özdas wird die Ausgrabungen der antiken Überreste im Wasser leiten.

Die „Piri Reis“ wird seit rund zehn Jahren sowohl für archäologische Arbeiten als auch geologische, geophysische und biologische Forschungszwecke eingesetzt.

Weitere Ausgrabungen und Studien

Zudem werden auch in 2020 die Ausgrabungen in Marmaris Camlik Mevki, dem Alanya Osmanli Batigi und der Basilika im Iznik-See durchgeführt. Zudem sind verschiedene Forschungsstudien vor Antalya, Yalova und Mersin geplant.

Mit der Technologie kommen die Entdeckungen

Die Ausgrabungen und Forschungen, die mit der Unterstützung des türkischen Kultur- und Tourismusministeriums durchgeführt werden, haben in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Mit der Entwicklung der Technologie und der Ausbildung einer neuen Generation an Forschern, wurden in den letzten Jahren zahlreiche wichtige Entdeckungen unter Wasser gemacht. Erst vor wenigen Jahren wurden in der Ägäis Überreste aus dem osmanischen Reich entdeckt und erforscht.